Peter Wurm Wien 1993

 

 

 

Drei Farben in Schwarz

Erkenntnistheoretisches

 

 

 

 

homo ens ridens

 

 

 

 

 

 

Wir gehen aus der Welt

 

 

seite 2   

Die Theorie der existentiellen Erkenntnis nach der dialektischen Logik

 

Das Selbst und die Welt

 

Die Vernichtung des Ich

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Die Dialektik ist
die Identitaet
der Identitaet und Nichtidentitaet;
ist somit einseitig und verliert ihre Gueltigkeit.

Die existentielle Erkenntnis ist
die Identitaet und Nichtidentitaet
der Identitaet und Nichtidentitaet;
ist somit umfassend und verliert ihre Moeglichkeit.

 

 

                  Die Theorie der existentiellen Erkenntnis nach der dialektischen Logik

 

 

 

 

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Die dialektische Logik

1. A und Nicht-A sind Gegensaetze.
2. Die Welt und das Nichts sind Gegensaetze.
3. Erkenntnis und Existenz sind Gegensaetze.
4. Moeglichkeit und Gueltigkeit sind Gegensaetze.
5. Satz und Gegensatz sind Gegensaetze.
6. Satz und Gegensatz sind Saetze.
7. Moeglichkeit und Gueltigkeit sind Saetze.
8. Erkenntnis und Existenz sind Saetze.
9. Die Welt und das Nichts sind Saetze.
10. A und Nicht-A sind Saetze.
11. Saetze sind Saetze.
12. Gegensaetze sind Saetze.
13. Saetze sind Gegensaetze.
14. Gegensaetze sind Gegensaetze.
15. Der Gegensatz des Gegensatzes ist ein Satz.
16. Der Gegensatz des Gegensatzes ist ein Gegensatz.
17. Der Satz ist der Gegensatz des Gegensatzes.
18. Der Gegensatz ist der Gegensatz des Gegensatzes.
19. Satz ist Gegensatz.
20. Gegensatz ist Gegensatz.
21. Gegensatz ist Satz.
22. Satz ist Satz.
23. Ich bin Ich.
24. Du bist Du.
25. Ich ist Du.

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Die existentielle Erkenntnis

1. A ist moeglich.
2. A ist nicht gueltig.
3. Nicht-A ist gueltig.
4. Nicht-A ist nicht moeglich.
5. A ist erkennbar.
6. A ist nicht existent.
7. Nicht-A ist existent.
8. Nicht-A ist nicht erkennbar.
9. Erkenntnis ist moeglich.
10. Erkenntnis ist nicht gueltig.
11. Existenz ist gueltig.
12. Existenz ist nicht moeglich.
13. Erkenntnis ist erkennbar.
14. Erkenntnis ist nicht existent.
15. Existenz ist existent.
16. Existenz ist nicht erkennbar.
17. Die Welt ist moeglich.
18. Die Welt ist nicht gueltig.
19. (Das) Nichts ist gueltig.
20. (Das) Nichts ist nicht moeglich.
21. Die Welt ist erkennbar.
22. Die Welt ist nicht existent.
23. (Das) Nichts ist existent.
24. (Das) Nichts ist nicht erkennbar.
25.

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seite 7   

Und wenn ich mich hierin (nicht) irre...

L. W.

 

 

 

Das Selbst und die Welt

Ueber das Groesstmoegliche

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Die Welt ist das Erkannte.
Die Welt ist Teil des Ganzen.
Die Welt ist der erkannte Teil des Ganzen.

Das Selbst ist das Erkennende.
Das Selbst ist das Innen des Ganzen.
Das Selbst ist das erkennende Innen des Ganzen.

Der Mensch ist das Selbst in der Welt.

seite 9   

Alles Erkannte ist ein System.
System heisst die erkannte Einheit.
Das System ist das Ganze seiner Teile.

Alle Teile sind komplementaer.
Teil heisst notwendig anderer Teil.
Teil heisst ganzer Teil.

Das System wird in seinen Grenzen erkannt.
Die Form setzt die Grenzen.

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Die Form der Erkenntnis ist Raum und Zeit.
Raum und Zeit heisst dimensionale Distanz.
Erkenntnis setzt dimensionale Distanz voraus.

Das Hier ist die Grenze des Raumes;
Das Jetzt ist die Grenze der Zeit.
Das Hier und Jetzt heisst Gegenwart.

Das Selbst ist immer gegenwaertig.
Die Welt ist es niemals.
Die Welt ist ein System.

In Raum und Zeit.

seite 11   

 

Der Mensch ist ein System.
Der Mensch ist Teil der Menschheit.
Die Menschheit Teil der Welt.

Das Ich und das Du sind die Teile des Wir.
Das Wir ist die ganze Menschheit.
Das Du ist der andere Mensch.

Das Ich der eine.

seite 12   

Leben heisst
in Raum und Zeit sein
heisst in Raum und Zeit werden heisst
Sterben.

Ein jeder Mensch lebt.
Leben heisst sterben.
Ein jeder Mensch stirbt.

seite 13   

Das Leben ist ein System.
Die Grenzen des Lebens heissen Liebe und Tod.

Tod und Liebe heisst
Austritt aus Raum und Zeit heisst
Aufloesung der dimensionalen Distanz heisst
Entdimensionalisierung.

Der Tod und die Liebe sind die Grenzen der Erkenntnis.

seite 14   

Der Tod und die Liebe sind die Grenzen des Menschen.
Der Tod und die Liebe sind die Grenzen des Lebens.
Der Tod und die Liebe sind die Grenzen der Welt.

Der Tod ist nicht in der Welt.

seite 15   

 

 

 

 

 

Ein jeder Mensch hat seinen Gott.
Ein jeder lebt sein Leben.

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seite 17   

Es gibt nur ein wirklich ernsthaftes philosophisches Problem:
Den Selbstmord.

A. C.

 

 

 

 

Die Vernichtung des Ich

seite 18   

Ich lebe.

Wenn ich lebe, so erkenne, handle und vernichte ich.

seite 19   

Ich erkenne.

Wenn ich erkenne, so abstrahiere ich.
Abstahierung nenne ich die teilweise Entnahme
aus Raum und Zeit.

Wenn ich erkenne, so Moeglichkeiten.
Wenn ich erkenne, so ermoegliche ich Moeglichkeiten.

Die Ermoeglichung von Moeglichkeiten
nenne ich Erkenntnis.

seite 20   

Ich handle.

Wenn ich handle, so konkretisiere ich.
Konkretisierung nenne ich die gaenzliche Teilnahme
in Raum und Zeit.

Wenn ich handle, so eine Handlung.
Wenn ich handle, so verunmoegliche ich Moeglichkeiten.

Die Verunmoeglichung von Moeglichkeiten
nenne ich Freiheit.

seite 21   

Ich vernichte.

Wenn ich vernichte, so vernichte ich.
Vernichtung nenne ich die gaenzliche Entnahme
von Raum und Zeit.

Wenn ich vernichte, so alles Moegliche.
Wenn ich vernichte, so vernichte ich alles Moegliche.

Die Vernichtung des Ich
nenne ich die aeusserste und letzte Moeglichkeit.

seite 22   

 

 

 

 

 

Erst durch den Selbstmord bin ich frei.

 

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wie wir gekommen sind.

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